Pistazien

Pistazien gegen erektile Dysfunktion?

Potenzstörungen sind häufig sehr belastend für die Betroffenen. Bei gelegentlich auftretenden Störungen sind häufig Stress und belastende Situationen der Auslöser. Eine erektile Dysfunktion im klinischen Sinne liegt allerdings erst vor, wenn über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten, trotz sexueller Erregung, die Unfähigkeit besteht, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten, die hart genug ist, um Geschlechtsverkehr zu haben.

Prävalenzstudien zeigen, dass das Auftreten der erektilen Dysfunktion mit dem Alter des Mannes ansteigt. So zeigte beispielsweise eine Kölner Studie aus dem Jahr 2000, dass in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren nur etwa jeder 50. Mann betroffen ist, während in der Altersgruppe von 40 bis 49 Jahren bereits etwa jeder zehnte Mann, in der Altersgruppe von 60 bis 69 sogar jeder dritte und in der Altersgruppe von 70 bis 80 mehr als jeder zweite Mann betroffen ist.

Mögliche Ursachen der erektilen Dysfunktion

Die erektile Dysfunktion kann durch vaskuläre, neurologische, psychische und hormonelle Faktoren verursacht werden. Stress, belastende Situationen, verschiedene Medikamente (z. B. Antidepressiva, Antidiabetika und Entwässerungsmittel), aber auch Alkohol, Nikotin und Drogen, können die Symptome verursachen oder verstärken.

Als häufigste Ursache bei den diagnostizierten Fällen (ca. 50%) gilt eine Erkrankung der Blutgefäße. Man nimmt an, dass die Blutzirkulation aufgrund einer Atherosklerose gestört wird. Dies wird durch die Beobachtung unterstützt, dass Männer mit erektiler Dysfunktion ein erhöhtes Risiko eines späteren kardialen Ereignisses (z.B. Herzinfarkt) aufweisen. Dadurch, dass die Arterien im Penis kleiner sind als die größeren Herzkranzgefäße, zeigt sich dort eine Beeinträchtigung des Blutflusses bereits deutlich früher.

Verbesserter Blutflusses durch Pistazien

Bereits mehrere Studien zeigen den protektiven Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Nüssen und dem Auftreten koronarer Herzerkrankungen. In einer klinischen Studie aus dem Jahr 2011 wurde daraufhin bei Patienten mit erektiler Dysfunktion die Auswirkung von Pistazienkonsum auf die erektile Funktion, die Durchblutung (mittels Ultraschalluntersuchung) und Serumlipidwerte untersucht.

17 verheiratete Männer nahmen an der Studie teil und erhielten über drei Wochen täglich 100 g Pistazien. Das Ergebnis zeigte einen signifikant verbesserten Blutfluss sowie eine härtere Erektion. Gleichzeitig ergab sich eine signifikante Verbesserung der Blutfettwerte: Die Menge an Gesamtcholesterin sowie des LDL-Wert sanken während sich der HDL-Wert erhöhte.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass Pistazien eine interessante Alternative zu medikamentösen Potenzmitteln sind. Wobei es sinnvoll ist, im Vorfeld die Ursache der Dysfunktion abklären zu lassen.