Wie geht Intervallfasten

Wie geht Intervallfasten richtig?

Das Intervallfasten wird auch als intermittierendes Fasten bezeichnet und zeichnet sich durch längere Abstände zwischen zwei Phasen der Nahrungsaufnahme aus. Eine der bekanntesten Arten des Interfallfastens ist die 16/8-Methode.

Bei der 16/8-Methode wechselt sich eine 16-stündige Phase, in der auf die Nahrungsaufnahme verzichtet wird, mit einer 8-stündigen Phase, in der Mahlzeiten eingenommen werden, ab.

Darüber hinaus gibt es weitere Modelle wie z.B. das 6/1-Fasten oder das 5/2-Fasten, bei denen jeweils 1 bzw. 2 Tage am Stück gefastet und der Rest der Woche normal gegessen wird.

Was passiert in der Fasten-Phase?

Bei längeren Fasten-Phasen erhält der Körper Gelegenheit zur effektiven Selbstreinigung. In den Körperzellen fallen ständig Stoffe an, wie z.B. fehlgefaltete Proteine, beschädigte oder  nicht mehr benötigte Zellstrukturen, die abgebaut und recycelt bzw. entsorgt werden müssen. Dieser Prozess wird auch als Autophagie bezeichnet und ist wichtig, damit die Zelle optimal funktioniert.

Durch eine längere Fasten-Phase entsteht ein Mangel an Nährstoffen, der wiederum den Prozess der Autophagie verstärkt. Somit wird durch Fasten die Selbstreinigung der Zelle gefördert. Abgebaute Zellbestandteile werden als Bausteine für neue Zellbestandteile wiederverwendet und nicht mehr benötigte Substanzen ausgeschieden.

Im Gegensatz zu einem Nährstoffmangel, wie z.B. einem Mangel an Aminosäuren, hemmt ein ständig erhöhter Insulinspiegel (durch eine häufige Nahrungszufuhr) den Selbstreinigungsprozess.

Was darf man während des Intervallfastens essen?

Das Intervallfasten besteht nicht nur aus der Fasten-Phase, sondern auch aus der Phase der Nahrungsaufnahme. Grundsätzlich gilt, dass während der 8-stündigen Phase keine besonderen Einschränkungen gelten. Dennoch ist darauf zu achten, dem Körper hochwertige Lebensmittel mit einer vernünftigen Nährstoffdichte zuzuführen.

Leere Kohlenhydrate wie Zucker oder stark verarbeitete industriell hergestellte Produkte sind zu meiden, stattdessen lieber Gemüse, Nüsse und Obst in den Ernährungsplan integrieren. Als Richtwert kann die 3+2-Regel angewandt werden. Diese besagt, dass täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst verzehrt werden sollte. Dabei entspricht eine Portion etwa der Größe einer geballten Faust.

Während der Fastenphase darf zudem auch getrunken werden. Am besten einfach Wasser oder ungesüßten Tee.

Ist Intervallfasten für jeden geeignet?

Die meisten Personen fühlen sich durch das Intervallfasten besser. Es wird von einer besseren Konzentrationsfähigkeit und einem verbesserten Allgemeinbefinden berichtet. Hungerattacken verschwinden und viele nehmen durch eine reduzierte Kalorienaufnahme zusätzlich ab. Nach einiger Zeit soll sich auch der Schlaf verbessern.

Allerdings gibt es auch Menschen, die mit dem 16-stündigen Fastenzeitraum nicht gut klar kommen. Vor allem schwangeren Frauen oder Personen mit schweren Erkrankungen wird von der Diät abgeraten, um eine Unterzuckerung oder Stoffwechselstörung zu vermeiden.